
Dienstag, 13. Oktober 2026
9.00 – 10.30 Uhr, online
kostenfrei
Digitale Barrierefreiheit: Vom gesetzlichen Anspruch zur praktischen Umsetzung
Der European Accessibility Act (EAA) ist seit 28. Juni 2025 in Kraft und stellt Unternehmen vor neue Anforderungen an die Gestaltung barrierefreier digitaler Produkte und Dienstleistungen.
Nach den ersten Erfahrungen aus der Umsetzung zeigt sich: Barrierefreiheit ist längst nicht mehr nur eine Frage technischer Anpassungen, sondern betrifft zunehmend Prozesse, Dokumentationen, Lieferketten und die strategische Ausrichtung digitaler Angebote.
In diesem Online-Event geben Experten der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs / Access Austria einen praxisnahen Einblick in die aktuellen Herausforderungen und Chancen rund um den EAA. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, die Unternehmen heute beschäftigen: Welche Anforderungen sind tatsächlich relevant? Welche Nachweise müssen erbracht werden? Wie laufen Prüfungen ab? Und wie kann Barrierefreiheit nachhaltig in Organisationen verankert werden?
Neben rechtlichen und technischen Aspekten werden auch wirtschaftliche Perspektiven beleuchtet: Barrierefreie digitale Angebote verbessern nicht nur die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen, sondern können neue Zielgruppen erreichen, die Nutzerfreundlichkeit erhöhen und einen Wettbewerbsvorteil schaffen.
Inhalte des Events
- Das neue EU-Barrierefreiheitsgesetz: Was ist das eigentlich?
- Seit Juni 2025 gilt es. Was hat sich seitdem verändert?
- Wen betrifft es? Zum Beispiel Onlineshops, Banken, Apps, E-Books oder Ticketautomaten
- Wer muss nicht mitmachen? Zum Beispiel sehr kleine Firmen
- Was müssen Unternehmen tun und zeigen können?
- Welche Unterlagen benötigen Unternehmen?
- 3 wichtige Dokumente, einfach erklärt: die Bestätigung, dass das Produkt die Regeln erfüllt, die Beschreibung, wie das geprüft wurde, und die Info für Kund:innen, wie barrierefrei ein Angebot ist
- Die „Checkliste“ für Barrierefreiheit: eine europäische Norm, die festlegt, worauf man achten muss
- Prüfpraxis und typische Herausforderungen
- Wie werden digitale Angebote bewertet?
- Welche Mängel treten besonders häufig auf?
- Wo liegen die Grenzen von internen Selbsteinschätzungen?
- Wirtschaftliche Auswirkungen und Chancen
- Bedeutung von Accessibility für Vergabeverfahren und Lieferketten
- Warum Barrierefreiheit zunehmend ein Bestandteil professioneller Digitalstrategien wird
- Barrierefreiheit und künstliche Intelligenz
- Warum auch KI-basierte Anwendungen Accessibility benötigen
- Chancen und Herausforderungen neuer Technologien
Agenda
- Rückblick und aktueller Stand des European Accessibility Act
- Anforderungen und Verantwortlichkeiten für Unternehmen
- Prüfpraxis und Umsetzungserfahrungen
- Wirtschaftliche Bedeutung und Chancen
- Accessibility und KI
- Fragen & Antworten
Referenten:

Mag. Klaus HÖCKNER ist Vorstand der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs und engagiert sich seit vielen Jahren für digitale Inklusion und Barrierefreiheit. Er ist unter anderem Präsidiumsmitglied des Österreichischen Behindertenrats, CPACC (IAAP) sowie in nationalen und internationalen Fachgremien zu Accessibility und Standardisierung tätig, u.a. Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger oder Österreich-Delegierter der Initiative AccessibleEU der Europäischen Kommission.
Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs HGBS-GmbH


Werner ROSENBERGER, MSc, ist Projektleiter des Web Accessibility Certificate (WACA) und Experte für digitale Barrierefreiheit. Als Certified Web Accessibility Expert (CWAE) und Certified Professional in Accessibility Core Competencies (CPACC) beschäftigt er sich mit der praktischen Umsetzung von Accessibility, Standards und Prüfverfahren.
Er begleitet Organisationen bei der Entwicklung barrierefreier digitaler Angebote und ist als Vortragender zu Web Accessibility und barrierefreien Dokumenten tätig.

Moderation:

Ing. Andreas Schuster ist Leiter des CMG Themenpanel Informationssicherheit und Cybersecurity und verbindet über 20 Jahre technische Erfahrung in Serverinfrastruktur und Unternehmensnetzwerkarchitektur mit fundierter Expertise in Informationssicherheits-Managementsystemen (ISMS), IT-Sicherheit, Authentifizierung, PKI und Verschlüsselung.
Auf Basis seiner umfassenden Kenntnisse in ISO 27001 und TISAX begleitet er Unternehmen bei NIS2-Umsetzungen sowie durch Zertifizierungsprozesse im Bereich Informationssicherheit. Seit dem ersten Entwurf des Cyber Resilience Act (CRA) unterstützt er seine Kunden zudem bei der Erfüllung der strengen Anforderungen an Produkte mit digitalen Elementen.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Mit freudlichen Grüßen
Ihr Team der CMG-AE
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