CMG-Webinar: KI im Arbeitsalltag
Künstliche Intelligenz – verständlich, praxisnah und sofort einsetzbar
Am 23. September 2026 lud die CMG zum interaktiven Online-Webinar „KI im Arbeitsalltag“ ein, um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz im beruflichen Umfeld praxisnah zu beleuchten.
Im Mittelpunkt standen der effiziente Umgang mit KI-Tools, die richtige Formulierung von Eingabeaufforderungen (Prompts) sowie die Möglichkeiten, wiederkehrende Arbeitsabläufe durch KI zu vereinfachen. Die Teilnehmenden erhielten konkrete Einblicke in verschiedene Anwendungen und erfuhren, wie sich KI sinnvoll in bestehende Arbeitsprozesse integrieren lässt.
Hier fassen wir die wichtigsten Erkenntnisse zusammen:
1. KI verstehen und gezielt im Arbeitsalltag einsetzen
Moriz Steiner, MSc, KI- und Digital-Marketing-Experte bei FALKEmedia, gab einen verständlichen Überblick über die Grundlagen generativer Künstlicher Intelligenz und zeigte, welche Möglichkeiten moderne KI-Anwendungen bereits heute bieten.
Anhand von Tools wie ChatGPT und Claude erläuterte er, wie KI bei der Erstellung und Bearbeitung von Texten, der Aufbereitung von Informationen sowie bei der Organisation und Automatisierung alltäglicher Aufgaben unterstützen kann.
Besonders hervorgehoben wurden folgende Anwendungsmöglichkeiten:
- Texte, E-Mails und Präsentationen erstellen und überarbeiten
- Informationen aus Dokumenten zusammenfassen und strukturieren
- Wiederkehrende Aufgaben mithilfe von KI-Workflows und KI-Agenten vereinfachen
- KI-Anwendungen durch individuelle Einstellungen und projektbezogene Arbeitsbereiche an persönliche Anforderungen anpassen
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der praktischen Nutzung von ChatGPT. Steiner zeigte, wie sich durch die Bereitstellung relevanter Informationen, die Personalisierung von Einstellungen und die Nutzung von Projekten bessere Ergebnisse erzielen lassen.
Auch die Möglichkeiten von KI-Agenten wurden anhand konkreter Beispiele vorgestellt. Diese können über die klassische Beantwortung einzelner Fragen hinausgehen und mehrstufige Aufgaben innerhalb definierter Arbeitsabläufe bearbeiten.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass KI-generierte Ergebnisse stets kritisch geprüft werden müssen. Sprachmodelle können überzeugend formulierte, aber inhaltlich falsche Antworten erzeugen. Der bewusste Umgang mit den Möglichkeiten und Grenzen der Technologie ist daher eine wesentliche Voraussetzung für ihren erfolgreichen Einsatz.
2. Richtig prompten – mit klaren Anweisungen zu besseren Ergebnissen
Ein weiterer Schwerpunkt des Webinars lag auf dem sogenannten Prompting, also der gezielten Formulierung von Anweisungen an KI-Systeme.
Moriz Steiner verdeutlichte anhand zahlreicher Praxisbeispiele, dass die Qualität der Ergebnisse wesentlich davon abhängt, welche Informationen und Vorgaben die KI erhält.
Die wichtigsten Grundlagen für erfolgreiche Prompts:
- Aufgabe: Was soll die KI konkret erledigen?
- Kontext: Für wen und zu welchem Zweck wird das Ergebnis benötigt?
- Material: Welche Informationen sollen verwendet werden?
- Ergebnis: In welcher Form, Länge und Sprache soll die Antwort vorliegen?
- Grenzen: Was darf nicht ergänzt, verändert oder zugesagt werden?
Darüber hinaus wurden verschiedene Prompting-Techniken vorgestellt. Beim Role Prompting erhält die KI beispielsweise eine bestimmte Rolle, um Antworten aus einer gewünschten fachlichen Perspektive zu formulieren. Beim Few-Shot Prompting dienen konkrete Beispiele als Orientierung für den gewünschten Schreibstil oder die Struktur des Ergebnisses.
Besonders hilfreich für komplexere Aufgaben ist das sogenannte Prompt Chaining: Dabei wird eine umfangreiche Aufgabe in mehrere aufeinanderfolgende Arbeitsschritte unterteilt. Die einzelnen Ergebnisse können überprüft und gezielt verbessert werden, bevor die nächste Aufgabe folgt.
Die zentrale Erkenntnis: Gute KI-Ergebnisse beginnen mit klaren Anweisungen. Wer Aufgaben präzise formuliert, ausreichend Kontext bereitstellt und Ergebnisse gezielt nachbearbeitet, kann die Qualität und den praktischen Nutzen von KI-Anwendungen deutlich verbessern.
3. Datenschutz, EU AI Act und weitere praktische KI-Werkzeuge
Neben den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten wurden auch die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz beleuchtet.
Im Fokus stand insbesondere der EU AI Act, der Anforderungen an die Entwicklung und Nutzung von KI-Systemen stellt. Thematisiert wurden die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten von Anbietern und Betreibern, die Bedeutung ausreichender KI-Kompetenz im Unternehmen sowie Kennzeichnungspflichten für bestimmte KI-generierte Inhalte.
Auch der verantwortungsvolle Umgang mit personenbezogenen und vertraulichen Informationen wurde angesprochen. Gerade beim Einsatz von KI im beruflichen Umfeld ist es wichtig, Datenschutzeinstellungen zu kennen und sorgfältig zu prüfen, welche Informationen an externe Anwendungen weitergegeben werden.
Abschließend erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in weitere spezialisierte KI-Werkzeuge, die beispielsweise bei der Erstellung von Präsentationen, der Dokumentation von Besprechungen oder bei Übersetzungen unterstützen können.
Das Webinar zeigte damit, dass KI längst über klassische Chatbots hinausgeht und für zahlreiche Tätigkeiten im Arbeitsalltag praktische Unterstützung bieten kann.
4. KI als Unterstützung für den Arbeitsalltag
Die praxisnahen Einblicke und konkreten Anwendungsbeispiele machten deutlich, dass der erfolgreiche Einsatz Künstlicher Intelligenz nicht allein von der Wahl des richtigen Tools abhängt. Entscheidend sind vielmehr ein grundlegendes Verständnis der Technologie, klar definierte Aufgaben und ein bewusster Umgang mit den generierten Ergebnissen.
Die zentrale Erkenntnis des Webinars: KI kann Arbeitsabläufe vereinfachen, Zeit sparen und neue Möglichkeiten eröffnen – vorausgesetzt, sie wird gezielt, verantwortungsvoll und mit dem notwendigen Fachwissen eingesetzt.




